Historisch Kulturelle Tour in Bormio

Was wirklich faszinierend ist, und worin sich Bormio von den meisten touristischen Bergdörfern unterscheidet, ist die Altstadt; hier befinden sich klare Zeichen für eine lange Geschichte unserer Stadt.
Die traumhafte Aussicht, die Portale, Schlösser, Kirchen und Fresken, alle perfekt erhalten und restauriert, machen einen Spaziergang durch die Altstadt zu einem außergewöhnlichen Abenteuer aus künstlerischer und kultureller Sicht. Und davon hat Bormio besonders viel zu bieten.

Nachstehend haben wir einen Rundgang zu Fuß zusammenerstellt, um Ihnen einige der schönsten Ecken von Bormio zu zeigen. Nehmen Sie Ihren Fotoapparat mit (Film und/oder geladenen Batterien nicht vergessen) ….und los geht’s!

“Aus dem Miramonti Park Hotel gehen Sie bis zur Ampel der Kreuzung Via Santa Barbara, wo die gleichnamige Kirche aus dem Jahre 1500 liegt. Gegenüber, zu Beginn der Via al Forte, steht das Haus Sassella (das heutige Café Alpenrose), in dem sich zwei Fragmente der Fresken aus dem XVI Jahrhundert befinden. Wenn Sie die Via al Forte bis zur Kreuzung der Via Trieste weitergehen, stoßen Sie auf das Haus Anzi, einem alten Patrizierhaus (XV Jahrhundert).

In der gegenüberliegenden Straße Via Pedranzini steht das wunderschöne Haus Pedranzini, dass die Wappen der Drei Bünde beherbergt – darunter kann man Spuren alter Fresken (XVII Jahrhundert) sehen. In der gleichen Straße steht das Haus De Simoni – zu erkennen an dem Steinwappen am Portal. Gehen Sie auf dieser Straße weiter bis zur bis Hausnummer 19, wo sich die alte Nord-Westgrenze befindet. Sie diente als Kontrollpunkt für die Reisenden vom Fraeletal (Val Fraele) und vom Stilfserpass (Passo Stelvio).

Vorbei an Fresken und Portalen gelangen Sie auf die Via Monte Braulio.

Hier biegen Sie rechts ab und folgen dann links der Via San Francesco bis zur Via Buon Consiglio, wo sich der De Simoni Palast (Palazzo De Simoni) befindet. Er ist Eigentum der Stadt und Sitz des Städtischen Museums. Folgen Sie der Straße bis zur Via Alberti / Ecke Ripa Belvedere, um das Casa Alberti zu sehen. Es ist an dem Portal mit einem Rundbogen aus Stein und einem eleganten gotischen Bogenfenster zu erkennen. Ein paar Schritte weiter liegt das Schloss (Castello) Alberti (XII-XIII Jahrhundert). Von der Via Alberti aus, durch die “stretta dei morti” (“Enge der Toten”), gelangt man in die wahre Altstadt von Bormio. Sie befinden sich nun auf dem Piazza Cavour mit seinem aus dem fünfzehnten Jahrhundert stammenden Uhrenturm (Torre delle Ore) und jetzigem Stadtturm. Die heutigen Glocken sind aus der der berühmten “Baiona” entstanden, die damals das Volk aus Bormio und den umliegenden Tälern zu den Regierungsratssitzungen einläutete.

Seitlich befindet sich die Keurc, ein charakteristisches Baldachin-Amphitheater aus dem Jahre 1200, wo das Gericht waltete. Den Platz krönt die Kirche San Gervasio e Protasio (IX Jhd.), ein Wahrzeichen des religiösen Lebens von Bormio.

Vom Piazza Cavour gelangt man in die Via Morcelli. Das Haus mit der Nummer 9 ist das casa Cola, dessen Fassade mit Fresken der Heiligen der Verkündigung aus dem XV Jahrhundert dekoriert ist. Wenige Schritte davon entfernt befindet sich die ehemalige Süd-Ostgrenze, dem obligatorischen Durchgang für alle, die aus dem Veltlin über die Combo-Brücke (Ponte di Combo) und der Republik Venedig über den Gaviapass (Passo Gavia) kamen.
Weiter in Richtung des Flusses Frodolfo werden Sie die beeindruckende Combo-Brücke (Ponte di Combo) aus dem Jahre 1300 bewundern können.
Nachdem Sie die Brücke überquert haben, befindet sich auf der linken Seite das Haus Dei Cas, in dem die gleichnamige Familie wohnt. Es stellt eine kleine Festung mit Schießscharten und den Überresten eines Turmes da, da man von hier aus Zugang zur Brücke hatte. Der engen Straße auf der linken Seite folgend trifft man auf die wunderschöne Kirche Sassello (Chiesa del Sassello) aus dem XII Jahrhundert, die über den ganzen Ort blickt. Von hier aus werden Sie den markanten Turm der Combo-Kirche (Chiesa di Combo – XII Jhd.) erkennen, die nur wenigen Minuten entfernt liegt. Sobald Sie am Turm angelangt sind, befinden Sie sich auf der Piazza del Santo Crocefisso.

Nun ist es auch schon Zeit für die Rückkehr; vorher sollten Sie jedoch über die Via Roma flanieren, mit ihren vielen Geschäften und Cafés, aber auch faszinierenden und wunderschönen Portalen. Gehen Sie also zurück zum Piazza del Keurc und schlagen die eben genannte Via Roma ein.
Direkt am Anfang sehen Sie das Haus Buzzi aus dem XVI Jahrhundert, welches von 1825 bis 1915 als Postkutschenstation für den Verkehr zwischen der Poebene und dem Vintschgau diente.
Weiter die Straße entlang sehen Sie gegenüber der P.tta Martino Anzi die ehemalige Apotheke Peloni, in der sich eine wunderschöne Holzstube aus dem siebzehnten Jahrhundert befindet. Ein wenig weiter liegen das erste Peloni Haus, dass heute Sitz der bekannten Destillerie Amaro Braulio ist und der Albertiturm (torre Alberti), einem imposanten Gebäude aus grauem Stein, dass über Jahrhunderte als Schule und Kaserne der Alpiner diente.

Wenn Sie den Innenhof des Turmes betreten, stehen Sie vor dem Albertihaus (heute Bibliothek) und der Kirche St. Ignatius (XVI Jhd.). Auch in der Via De Simoni, auf der Sie sich befinden und den Nebenstraßen gibt es einige interessante Sehenswürdigkeiten und Gebäude, aber um auf dem “Rückweg” zu bleiben, empfehlen wir, die Via Roma wieder aufzunehmen. Gegenüber der Banca Credito Valtellinese wird Ihnen sicherlich eins der schönsten barocken Portale in Bormio des Casa De Gasperi nicht entgangen sein. (XVII Jhd.).

Ganz nah liegt noch die kleine Kirche von San Vitale, eine der ältesten Kirchen in Bormio (XII Jahrhundert). Haben Sie noch fünf Minuten Zeit? Dann gehen Sie bitte nach dem Torbogen der Via Industrie links in die Via Mulini bis zum Mulino Salacrist (XII Jhd.), zurück über den P.tta San Vitale und über die Via Roma bis zur kürzlich restaurierten, kleinen entweihten Kirche S. Spirito, die Sie auf der rechten Seite liegen sehen. Ein paar Meter rechts davon entfernt wird Ihnen sicherlich das Haus Zaveri (XIV Jhd.) auffallen.”

Die Tour endet hier und Sie können verdientermaßen das Hotel genießen! Aber meinen Sie nicht, alles gesehen zu haben! Familie Da Zanche und das Empfangspersonal werden Ihnen gerne noch viele andere Geheimtipps unseres wunderschönen Ortes zeigen.