Bräuche und Traditionen in Bormio

Bormio ist eine historische Ortschaft in einer strategisch wichtigen Lage; es hat sowohl sein Aussehen, als auch seinen ursprünglichen Charakter sowie seine Formen, Sitten und Bräuche der Vergangenheit beibehalten. Bormio ein tausendjähriger Ort, der dem Besucher noch Einblicke in das künstlerische, architektonische und historische Erbe bietet.

Religiöse und heidnische Feiertage waren bereits in der Antike für die Bevölkerung eine der wenigen Abwechslungen im harten Alltag, der durch Landwirtschaft und Viehzucht unter rauen klimatischen Bedingungen geregelt war. Einige traditionelle Feste wurden trotz Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte bis heute überliefert.

Dazu gehören der 6. Januar “Gabinat”: eine uralte Tradition, wo die Kinder durch das Land streifen, und “Gabinat” rufen, um Geschenke zu erhalten. Am 31. Januar „Geneiront“ verabschieden die Kinder den letzten Januartag und die Kälte … und ziehen lärmend mit leeren, angebundenen Blechdosen durch die Straßen des Dorfes. Eine ganz anderes Ereignis ist die berühmte Osterparade: religiös und sozial thematische allegorisch gestaltete Wagen rollen an Ostern durch die Straßen der Stadt.

In den letzten Jahren wurden auch wieder alte Traditionen ins Leben gerufen wie die Wahl der Podestà dei Matti und die Parade der Dorf-Jugend, in Anlehnung einer bereits in der Vergangenheit gleichbedeutenden Festlichkeit: dem Karneval.

Der Palio delle Contrade der mittlerweile seit mehr als 40 Jahre im Februar stattfindet, ist ein Wettbewerb zwischen den Sport-und Stiftsabteilungen von Bormio, der sich durch nächtliche Ski- und Langlaufrennen auf den Straßen von Bormio abspielt.

Eine interessante Initiative im Sommer ist die Handwerksschau, wo Touristen und Einwohner eine “Reise” zwischen Traditionen, Handwerk und regionalen Produkten sowie Verkostung von Spitzenweinen des Veltlin in den Straßen der Altstadt von Bormio unternehmen.